Früchte, Content und Branding

Früchte, Content und Branding

04/2021

So überraschend es auch klingen mag, einige der ersten Formen der Markenwerbung waren Früchte. Selbst im digitalen Marketing verwenden wir immer noch eine Sprache, die sich auf Lebensmittel bezieht - in der Hoffnung, dass der Konsument unsere Produkte «konsumiert», wenn wir ihren «Geschmack» treffen.

Wie können also diese natürlichen Voraussetzungen helfen, fruchtbarere Kundenbeziehungen zu kultivieren?

Psychologische Forschungen zeigen, dass unser emotionaler Zustand tatsächlich die Art und Weise verändern kann, wie Lebensmittel schmecken. Wenn wir in einer angenehmen Stimmung sind, schmecken Schokolade und Obst süsser und reichhaltiger - wenn wir gestresst sind, finden wir saure und bittere Aromen gluschtiger.

Kunden erleben ihren ersten Geschmack je nach Stimmung unterschiedlich.

Nach derselben Logik hängt die Erfahrung Ihrer Abonnenten mit den von Ihnen beworbenen Produkten ebenso sehr von ihrem emotionalen Zustand ab wie von der Qualität Ihrer Inhalte. Erreichen Sie sie in einem Moment, in dem sie bereits gestresst sind, werden sie vielleicht nach dem «Unfollow»-Button greifen. Erreichen Sie sie in Momenten, in denen sie emotional empfänglich sind, werden Sie feststellen, dass sie viel offener sind.

Statt die Käufe Ihrer Kunden von gestern oder letzter Woche aufzuwärmen, sollte Ihre Marketing-Automatisierungssoftware in der Lage sein vorherzusagen, was diese Käufe über den morgigen Geschmack des jeweiligen Käufers aussagen. Vielleicht bedeutet der Kauf von Schuhen einer Kundin, dass sie gerade einen neuen Job bekommen hat - oder dass sie zu einem glamourösen Event gehen muss.

Diese Erkenntnisse sollten Sie fürs «Upselling» oder «Cross-Selling» nutzen.

Kunden werden offener für Neues, wenn das Gesamterlebnis schmackhaft ist.

Der Content folgt genau demselben Prinzip:

Wenn Sie sich den Ruf erarbeiten, sinnvolle, relevante Empfehlungen zu geben, werden Ihre Abonnenten empfänglicher für Produkte, die etwas ausserhalb ihres üblichen Geschmacks liegen.

Und wenn sie dieses Mal nicht auf einen Produktvorschlag reagieren, versuchen Sie, ein paar Tage zu warten, um diese dann in einem anderen Kontext anzubieten.

Mit der Zeit werden Ihre Kunden lernen, dass Ihr Content eine verlässliche Quelle für «schmackhafte» Empfehlungen ist.

 

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